Unsere Philosophie

Der Trägerverein Schneckenhaus pflegt eine offene Weltanschauung und ist nicht konfessionell gebunden. Für Kinder und Mitarbeiter*innen mit Einschränkungen werden soweit als möglich passende Betreuungs- und Arbeitsverhältnisse geschaffen.

 

Wir und unsere Erzieher*innen pflegen eine Willkommenskultur, die für alle Kinder und ihre Familien gleichermaßen gilt. Ein wertschätzender und selbstverständlicher Austausch zwischen den Kulturen ist uns für unser Zusammenleben sehr wichtig. Daher setzen wir uns mit unserem eigenen Rollenverständnis auseinander und machen uns Gedanken über Stereotypen. Mittels einer vorurteilsbewussten Bildung fördern wir die Entstehung einer aufgeschlossenen Gesellschaft, deren Ziel es ist Transparenz, Toleranz und gegenseitiges Verständnis aufzubringen. Kinder mit anderer Muttersprache finden bei uns zusätzliche Förderung im Erwerb der deutschen Sprache, ohne dabei die eigene Sprache in ihrer Wertigkeit zu minimieren.

 

Unsere Erzieher*innen integrieren nicht nur andere Kulturen, sondern auch Kinder mit Behinderung. Es ist unsere Aufgabe und die der Erzieher*innen Barrieren abzubauen und jedem Kind die gleiche Achtung und Chancen entgegenzubringen.

 

Unser Bild vom Kind

Das Kind ist von Geburt an Forscher, Wissenschaftler und Künstler. Es treibt seinen individuellen Selbstbildungsprozess intrinsisch (von innen herkommend) motiviert voran und gilt als „Akteur seiner Entwicklung“ (Jean Piaget, Schweizer Entwicklungspsychologe 1896-1980).

Unser demokratisches Menschenbild ist geprägt von einer wertschätzenden, stärkenorientierten Haltung, die das Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst nimmt.

Unser pädagogischer Ansatz

Grundlage unseres Tuns ist die Reggio-Pädagogik, basierend auf den fünf Säulen: „Das Bild vom Kind, die Rolle der Erziehenden, der Raum als dritter Erzieher, Projektarbeit, Dokumentation“[1].

Wir arbeiten kindorientiert und haben den Auftrag, die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes zu beachten. Die herrschende Frage lautet: Was braucht das Kind, was will es lernen, wie kann ich es unterstützen? Jedes Kind wird be(ob)achtet, erfährt Wertschätzung und einen respektvollen Umgang. Es ist unser Anspruch, sie zu Kindern mit „erhobenem Kopf“ zu erziehen. Dies erreichen wir, indem wir die Kinder ermutigen, mit Kopf, Herz und Hand zu lernen.
 

Umsetzung der Bildungs- und Entwicklungsfelder des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung in der täglichen Arbeit der Einrichtungen

Das Kind ist von Geburt an Forscher, Wissenschaftler und Künstler. Es treibt seinen individuellen Selbstbildungsprozess intrinsisch (von innen herkommend) motiviert voran und gilt als „Akteur seiner Entwicklung“ (Jean Piaget, Schweizer Entwicklungspsychologe 1896 – 1980). Unser demokratisches Menschenbild ist geprägt von einer wertschätzenden, stärkenorientierten Haltung, die das Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst nimmt. Seine Persönlichkeitsentwicklung und Sozialisation wird von uns in den Bildungsfeldern Sinne – Körper – Sprache – Denken – Gefühl und Mitgefühl – Sinn, Werte und Religion begleitend unterstützt.

 

Wir sind uns bewusst, dass die Bildungsfelder nicht isoliert zu betrachten sind, sondern ineinandergreifend. Die Kinder haben in unseren Einrichtungen die Möglichkeit in allen Bildungsfeldern zu forschen, sich auszuprobieren, zu experimentieren, zu hinterfragen und sich weiterzuentwickeln. Die offene Arbeit und der Werkstatt-Gedanke sind Teil unserer Umsetzung der Reggio - Pädagogik.

Durch die Schaffung von verschiedenen Werkstatträumen und themenbezogener Funktionsecken wird den Kindern ein Raumkonzept geboten, welches unter anderem zur Umsetzung des Orientierungsplans beiträgt.


[1] Vgl. Doris Raaf, Simone Nonnenbruch: „Reggio Pädagogik, Kinder als Forscher ernst nehmen“, unter:

https://reggio-deutschland.de/reggio-paedagogik/(abgerufen am 07.01.20).

 

Förderung der Entwicklung der Kinder

Als Begleiter*innen der Kinder und ihrer Familien machen wir uns gemeinsam auf den Weg, lernen voneinander und entwickeln uns weiter. Unsere Erzieher*innen schaffen in den Einrichtungen ein Umfeld, in dem sich die Kinder wohlfühlen, gefördert und gefordert werden. Die Teams sind im stetigen Austausch über die Kinder und führen regelmäßige Beobachtungen, Fallbesprechungen, Dokumentationen und Entwicklungsgespräche durch. Die Förderung in allen kognitiven Bereichen, im sozialen Lernen und im Bereich der Kreativität sind ebenso wichtig wie Gesundheit und Bewegung. Es ist unsere Aufgabe sicherzustellen, dass die Grundbedürfnisse und die Rechte der Kinder im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit stehen.

 

Unsere Erzieher*innen fungieren als sprachliches Vorbild und initiieren Sprachanlässe. Sie bieten den Kindern ein anregendes Lernumfeld, um sich aus eigenem Antrieb in ihren geistigen Fähigkeiten und im Denken weiterzuentwickeln. Dabei übernimmt das Spiel die wichtigste Rolle. Jedes Alter und jeder Entwicklungsstand hat seine individuellen Aneignungsprozesse, welche von unseren Erziehern*innen durch Beobachtung wahrgenommen und aufgegriffen werden. Wir möchten, dass die Kinder in einem positiven Bild von sich und der Welt unterstützt werden. Dass sie sich als Individuum, sowie als Teil einer Gruppe kennenlernen.

 

Die Erzieher*innen sind Vorbild in ihrem sozialen und emotionalen Verhalten und fördern die Kinder im Gestalten positiver Beziehungen. Sie vermitteln den Kindern Freude an Bewegung und eine positive Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten, das psychische Wohlbefinden und das Beherrschen motorischer Abläufe stehen in engem Zusammenhang. Uns ist es wichtig, dass das Kind Bewegung als selbstverständliche und lustbetonte Tätigkeit erfährt, dass es ermutigt wird, sich zu erproben und ständige Bewegungsanlässe durch unsere Erzieher*innen geschaffen werden.

Projektarbeit

In der Reggio-Pädagogik nimmt die Projektarbeit einen wichtigen Part in der Gestaltung des Alltags ein. Die Themen dazu liefern die Kinder. Dies geschieht zum einen durch Gespräche und zum anderen aus den Beobachtungen, welche unsere Erzieher*innen machen, heraus. Die Kinder entscheiden über den Projektverlauf. Es ist die Aufgabe der Erzieher*innen durch Fragestellungen und den Einsatz verschiedener Materialien Impulse zu setzen, die das Projekt weiterbringen und intensivieren.

 

Wir sorgen mit Angeboten zur Weiterbildung dafür, dass alle Erzieher*innen die nötige Sensibilität und Wahrnehmungsfähigkeit entwickeln, um die Themen der Kinder zu sehen, diese aufzugreifen und kreativ umzusetzen.

Es ist ein stetiger Prozess, der keinen Stillstand zulässt, sondern jeden Tag aufs Neue spannend macht. Alles ist nur bedingt planbar, was ein hohes Maß an Flexibilität erfordert, da die Kinder die bestimmenden Akteur*innen ihrer Projekte sind und als solches in ihren Wünschen und Vorstellungen ernst genommen werden.

Freispiel

In der Reggio-Pädagogik ist neben der Projektarbeit das Freispiel von großer Bedeutung. Den Kindern obliegt es, zu bestimmen, was, wo und mit wem sie spielen möchten. Die Begründung der Wichtigkeit sehen wir und die Erzieher*innen darin, dass das Kind selbst Akteur seiner Entwicklung ist und somit selbst am besten weiß, was es im Moment für sein Weiterkommen braucht. Der Erwerb eines sozialen Rollenverständnisses, die Entwicklung des eigenen Selbstbilds und die Verarbeitung der Alltagswelt geschehen spielerisch und aus eigenem Antrieb. Unsere Erzieher*innen sind dafür verantwortlich, dass genug Spiel-Zeit und Spiel-Raum geschaffen werden, damit die Kinder selbstbestimmt agieren können.

 

Unsere offene Arbeitsweise ermöglicht es den Kindern alle Räume frei zu wählen. Unsere Räume sind nach den Interessenfeldern der Kinder gestaltet, sie fordern heraus und lassen immer wieder Neues entdecken. Der Raum ist in seiner Wirkung „der dritte Erzieher“ und nimmt großen Einfluss auf die Kinder und ihr Spiel- und Lernverhalten.

 

Die Aufgabe der Erzieher*innen ist es, sich „überflüssig“ zu machen. Die Kinder sollen im Freispiel selbst aktiv werden können. Es geht um das eigene Entdecken, um das Entwickeln von Ideen, um das Aushalten und selbständige Klären von Konflikten, um problemlösungsorientiertes Verhalten, um das Einstehen für eigene Bedürfnisse, um die Übernahme von Verantwortung für sich und die Gemeinschaft. Das Freispiel ist die optimale Vorbereitung auf das Leben in einer Gemeinschaft.

 

All dies findet immer mit dem Bewusstsein der Kinder dafür statt, dass die Erzieher*innen greifbar und für sie da sind. Dass eine Vertrauensbasis herrscht, die das Können der Kinder wertschätzt und einfordert. Kinder brauchen nicht bespielt werden, sie haben eigene großartige Ideen und können selbstwirksam agieren und daran wachsen.

 

Unsere Erzieher*innen können wiederum wichtige Beobachtungen machen, die Kinder in ihrem Tun verstehen und somit eine optimale Umgebung schaffen, Impulse setzen, wertschätzend am Alltag der Kinder teilhaben und diesen begleitend mitgestalten.

Partizipation

Wir haben großes Vertrauen in die Kompetenz der Kinder und deren Familien und beziehen diese weitestgehend in Entscheidungen mit ein. Wir sind der Ansicht, dass Entscheidungen, die gemeinsam getroffen werden auch von allen in ihren Folgen getragen werden können. Transparenz und Offenheit sind maßgeblich für ein funktionierendes Miteinander verantwortlich. Um es jedem zu vereinfachen seine Meinung zu äußern und Entscheidungen zu treffen, leben wir eine positive Fehlerkultur, die besagt, wer keine Fehler macht, hat auch nie etwas Neues probiert und kann somit auch keinen Fortschritt erreichen. Fehler sind da, um aus ihnen zu lernen.

 

Gegenseitiges Feedback ist als gewinnbringende Hilfestellung zu sehen und kann zu einer positiven Weiterentwicklung unserer Persönlichkeit und unserer Fähig- und Fertigkeiten beitragen. Es dient einem positiven Selbstbild und stärkt das Selbstbewusstsein. Dieses hilft wiederum sich aktiv an Entscheidungen zu beteiligen und Stellung zu beziehen.

 

Wir befinden es für sehr wichtig, für eine Gesellschaft zu sorgen, die nicht von Mitläufer*innen überrannt wird, sondern von Menschen geprägt ist, die Verantwortung übernehmen, mit Umsicht, Sachverstand und einem guten sozialen Gespür verantwortungsvoll agieren.

 

Der jeweilige Entwicklungsstand, die Persönlichkeit, Sachwissen, sowie Fähig- und Fertigkeiten bestimmen die Intensität der Partizipation. Unsere Erzieher*innen werden dahingehend geschult, einzuschätzen welche Entscheidungen den Kindern überlassen werden können und wo die Verantwortung bei den Erwachsenen liegen muss. Partizipation gelingt, wenn sie ehrlich gemeint und nicht nur durch Alibientscheidungen vorgetäuscht ist. Es liegt uns viel daran, wirkliche Beteiligung zu ermöglichen und das auf allen Ebenen. Ein klares Leitbild gibt uns den sicheren Rahmen, dass trotz aller Mitbestimmungsrechte nichts aus der Bahn gerät, sondern zielgerichtet zum Ergebnis führt.

Hier finden Sie uns:

Trägerverein

Schneckenhaus e.V.
Melanchthonstraße 80
75015 Bretten

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